News Saison 2015

Berlin Marathon

Bericht von Cornel Villiger

Dass es sehr schnell starten würde, war aufgrund des Starterportfolios schon klar. Heinz vermochte sich gut in Szene zu setzen und die Pace „gäbig“ mitzugehen, für Cornel waren die ersten Kilometer zu schnell. Mit einem bitteren Kampf um den Anschluss verlor er die Spitzengruppe auf den ersten 5 Km. Sein Rennen wurde hart. – Heinz konnte sich mit dem Japaner Kota und den beiden Engländern Weir und Lawson lösen. Letzterer blieb mit einem Sturz in der Tramschiene hängen, Weir vermochte sich in den taktischen Führungswechseln von den zwei Verfolgern zu lösen. Der London2012-Bahnparalymp siegte solo Frei lieferte sich mit Kota bis zum Brandenburger Tor einen Kampf um die Ränge. Es war noch nichts entschieden und das Beste kommt noch: Heinz fightete den Japaner auf der Zielgerade nieder. Rang 2 – hervorragend. Cornel finishte auf dem 10. Schlussrang.

Mit dem Handbike startete Tobi Fankhauser. Den Berlin Marathon und die Atmosphäre drumherum geniessen. Mit dem Race darf er zufrieden sein. Mit einem guten Start kam er in einer 4er Gruppe gut weg, das Team harmonisierte einigermassen. Das Tempo war aber nicht konstant hoch, was den erhofften Kategorien-Streckenrekord leider deutlich verpassen liess. Aber das Gute kommt noch: für den Sieg in seiner Klasse hat gereicht. Herzliche Gratulation.

 


WM 2015

Bericht von Heinz Frei

Im Leben eines Athleten hat man vielleicht nur einmal das Privileg und die Aussicht, im eigenen Land eine Weltmeisterschaft zu bestreiten. Auch für uns Athleten des Para-Teams ging dieser Traum in diesem Sommer in Erfüllung!

Sandra Graf, Athos Libanore, Tobias Fankhauser und Heinz Frei konnten sich innerhalb des Schweizer Teams dafür qualifizieren und sogar um Medaillen kämpfen! Die Vorgabe des Verbandes Rollstuhlsport Schweiz lautete: 4 Medaillen als Ziel.

Allein unsere Athleten übertrafen diese Erwartungen mit 5 Medaillen wobei Tobias Fankhauser und Heinz Frei zusätzlich als Mitglieder der Team-Staffel die Bronzene Auszeichnung gewannen!

Tobias Fankhauser lieferte im Zeitfahren eine tadellose Leistung ab und gewann verdient die Bronzemedaille. Gleiches schaffte die unverwüstliche Sandra Graf aus dem appenzellischen Gais, welche nur mit dem Rückstand auf Gold und Silber etwas ratlos war aber eine weitere Medaille in ihrem langen Palmares anfügte, in welchem ja auch viele Medaillen aus der Karriere von Rennrollstuhl-Leichtathletik stammen.

Heinz Frei lag im Zeitfahren von Beginn an auf Goldkurs und mit sicherem Vorsprung vor der letzten Abfahrt zum Ziel. Mit über 80 Stundenkilometern auf eine Doppelkurve zusteuernd, da kurz anbremsen und mit viel Tempo durchfahren; das war die Aufgabe 3 Kilometer vor Ende, um letztendlich als gefeierter Einheimischer durchs Ziel zu rasen…! Es sollte anders kommen: Am Ausgang dieser Doppelkurve kommt eine Radfahrerin entgegen – ein Schreck – ein Reflex des Ausweichens – der Strassenrand – der Sturz mit Doppelschraube und das Unbegreifen, was da gerade geschehen ist! nach kurzem Aufrappeln weiterfahren, allerdings war da noch die Kette verheddert, was das Unterfangen des Weiterfahrens erschwerte… Unten an der Abfahrt nochmals still halten; Kette drauf und ab ins Ziel! Mit dem Resultat des silbernen Platzes war das immer noch eine tolle Leistung – aber es war definitiv eine verlorene Goldmedaille und keine gewonnene Silberne – auch in Anbetracht von ganz viele Glück, das keine gravierenden Verletzungen diagnostiziert werden mussten.

Im Strassenrennen 2 Tage später beklagte Tobias viel Pech, weil er mit Plattfuss zurück geworfen wurde, dann aber mit enormem Kampfgeist bis zum Bronzeplatz vorfahren konnte. Im Zielsprint leider nochmals mit eine technischen Schaltproblem konfrontiert – musste er diesen Platz seinem Konkurrenten überlassen. Sandra Graf sicherte sich derweil wiederum die bronzene Auszeichnung mit einer soliden Leistung und ungefährdet.

Heinz Frei wirkte trotz geschildertem Malheur wenig geschockt und lieferte eine kämpferische Leistung ab, musste aber in der letzten von 3 Runden, seinen letzten Begleiter und Mitfavoriten aus Italien ziehen lassen – dieses Mal war es gewonnenes Silber und Abschluss einer gelungenen, emotionalen und von vielen Zuschauern begleiteten Weltmeisterschaft.

Unser Para-Team hat mit einem Hingucker diese WM begleitet: Das Aufsehen war gross, als ein riesiger Sattelschlepper vor das Schweizer Paraplegiker-Zentrum fuhr und sich dort beim „aufblasen“ als nochmals riesiger entpuppte…! Unsere Gäste durften dort geniessen und sich etwas verwöhnen lassen!

Ein grosses Dankeschön allen Beteiligten für diesen Effort, inbesondere unserer Star-Köchin Monika Schönenberger!!

 

 

 


Weitere Bilder entnehmen Sie bitte der Galerie.

 


Rennbericht Recherswil / Oensingen

Bericht von Reto Wittwer

Recherswil

Am Samstag den 20. Juni stand in Recherswil das Einzelzeitfahren der Swiss Serie an. Es kamen Athleten aus aller Welt. Trotz geringerer Teilnehmerzahl, es waren alle dabei, die etwas zu melden haben in ihrer Kategorie. Und ich. ;) Die 10km lange Strecke war sehr anspruchsvoll. Gleich nach dem Start mussten einige Höhenmeter zurückgelegt werden. Erst ca. nach Kilometer 4, hatte man den Gipfel erreicht und konnte in die kurze aber schnelle und technische Abfahrt gehen. Danach ging es ziemlich flach bis ins Ziel.

In meiner Kategorie, die MH2, waren wir leider nur zu dritt am Start. Zu meinem Pech waren die anderen zwei absolute Topfahrer. Tobias Fankhauser (SUI) und Wolfgang Schattauer (AUT). Beide haben mehrere Medaillen von Weltmeisterschaften und Paralympics zu Hause. Somit war es mein Ziel, ein für mich gutes Rennen zu fahren und nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Am Schluss gewann Tobias Fankhauser vor Schattauer knapp mit 4 Sekunden Vorsprung. Ich konnte meine Marke aus dem Jahr 2013 um gut 2,5 Minuten unterbieten und war mit meinem Ergebnis zufrieden. Auf die anderen zwei „Raketen“ verlor ich trotzdem rund 5 Minuten. Das trübte mein persönliches Gefühl etwas.

Oensingen

Nach dem intensiven Zeitfahren stand am nächsten Tag das Strassenrennen auf dem Programm. Dies fand auf einer flachen Runde rund um Oensingen statt. Die Kategorien H3-H5 hatten stolze 70km zu absolvieren. Bei den Frauen und bei den Männern MH2 waren es 42km – pro Runde 14km.

Bei unserer Kategorie (MH2) waren 5 Teilnehmer am Start. Gleich nach dem Start setzten sich die beiden Topfavoriten Fankhauser und Schattauer ab. Die verbliebenen drei arbeiteten von Anfang an zusammen. Das Tempo war nicht all zu hoch, weil wir wussten, dass wir den letzten Podiumsplatz unter uns ausmachen würden. Dazu kam, dass es ziemlich windete und so ein Solo ein riskantes Unterfangen gewesen wäre.

Meine Begleiter waren 2 erfahrene Fahrer, Christoph Etzlstorfer (AUT) und Christophe Marchal (FRA). In der zweiten Runde wurde es dem Österreicher dann doch zu "blöd" und er griff an. Marchal und ich konnten mithalten und fuhren im Anschluss einfach weiter wie zuvor. Es zeigte sich, dass Etzlstorfer sich da etwas übernommen hatte und so fiel er kurz danach zurück. Es verblieben noch der Franzose und ich um die Entscheidung auf Rang 3.

Die 3. Runde war von Taktik geprägt. Keiner von uns beiden wollte noch gross arbeiten und so fiel das Tempo zusammen. Die Folge waren Angriffe von beiden Seiten – eine Lücke konnte nicht aufgerissen werden. An der letzten Steigung, ca. 600 Meter vor dem Ziel, setzte ich eine Attacke die Marchal zunächst versuchte zu egalisieren, doch das war dann zu viel und ich hatte oben an der Brücke einen Vorsprung von etwa 60 Metern. Diese waren nötig, bis ins Ziel verblieben nur noch rund 20 Meter Vorsprung. So konnte ich mir den 3. Platz sichern.

Ganz vorne entschied Tobias Fankhauser das Rennen für sich und gewann somit auch die Gesamtwertung. Insgesamt kann ich auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken.

 

 

 


Handbike Austria Tour mit 5 Etappen

Interview mit Fabian Recher

Über das Pfingstwochenende fand in Österreich die 2. Handbike Austria Tour mit 5 Etappen statt. Das Para Racing Team war mit 4 Athleten am Start. Heinz Frei und Sandra Graf als Titelverteidiger, Reto Wittwer (war ebenfalls an der 1. Austragung dabei) sowie Fabian Recher. Für Fabian war es das erste Rennen mit mehreren Etappen. In erster Linie ging es darum, Erfahrungen zu sammeln und sich von Etappe zu Etappe gut zu erholen.

Wir haben uns mit Fabian unterhalten, wie er diese Tour so erlebt hat.

Fabian, wie geht es Dir eine Woche nach dieser doch nicht einfachen Tour?
Erstaunlicherweise sehr gut. Ich bemerke wie ich Kraft gewonnen habe und mich stark verbessert habe. Aber die Müdigkeit ist noch spürbar.

Was waren Deine Ziele in diesen 5 Etappen?
Für mich stand vorallem das Sammeln der Erfahrungen im Mittelpunkt. Geplant waren sicherlich drei bis vier Einsätze, daraus wurden aber fünf.

Wie hast Du dich erholt zwischen den Etappen?
Die Erholung war ein zentraler Punkt. Durch die Massagen von Daniela konnte ich immer wieder Energie für den nächsten Tag sammeln. Vielen Dank auch an die Küche des Para Teams. Sie verwöhnte uns stets mit bester Sportlerkost.

Was würdest Du bei der nächsten Tour anders machen (in Vorbereitung oder am Wettkampf selber)?
Eindeutig das Wetter! Es regnete extrem viel. Dies war eine rechte Herausforderung. Doch mit der richtigen Bekleidung war es zu meistern.

Wie wichtig war für Dich die Organisation und Betreuung?
Ich war sehr froh um den Einsatz des Para Teams. Das Material war stets im besten Zustand. Ich konnte mich durch das, voll und ganz auf die Wettkämpfe konzentrieren. Durch diese Unterstützung sind bessere Leistungen der Athleten möglich. Ich möchte mich in diesem Sinne herzlich bedanken.

Wo finden Deine nächsten Rennen statt?
In Yverdon findet der Weltcup vom 13. bis 16. Juni statt. Danach folgen die Swiss Series. Zuerst am 20. Juni in Recherswil mit einem Zeitfahren und am 21. Juni in Oensingen mit einem Strassenrennen.

Fabian, wir wünschen Dir weiterhin viel Glück und tolle Momente im Para Racing Team.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


London IPC WM-Marathon

Bericht von Cornel Villiger

In Doha findet Ende Oktober die IPC-WM auf der Bahn statt. Der Marathon wurde Ende 2014 kurzfristig dem London Marathon übertragen, was den Event zusätzlich aufwertete.

Die Schweizer Nominierung umfasste Marcel Hug, Heinz Frei, Tobi Lötscher sowie die Frauen Manuela Schär und Sandra Graf. Ich verpasste infolge der kurzfristigen Verschiebung das letztjährige Selektionsfenster (Verletztenstatus inf. OP im Vorwinter), konnte mich aber dennoch im Feld einschreiben.

Das Race? – die Härte… Bei nassem Englandwetter gings sofort los – Vollgas wie immer und über Wellen, Verkehrsberuhigungen usw. Dem Spitzenfeld vermochte ich bis kurz vor der Abfahrt Km5 zu folgen – das war zu wenig lang. Die nächsten 15k alleine in der Bise unterwegs – hei, das war ein Fest!! Mein Race schien gelaufen, weil am Anfang viel investiert um die Gruppe halten zu können und drum zu diesem Zeitpunkt mit ziemlich leeren Armen. Bei Rennhälfte traf ich auf eine 3er-Gruppe. Mit geteilter Führungsarbeit erreichten wir den Buckingham Palast und die Finishline auf der Mall und ich konnte mit einem kurzen Sprint den 22. Rang sichern.

Besser erging es unserem Routinier Heinz Frei. Er krallte sich bis zur Tower Bridge in der Leading Gruppe fest und musste mit anderen leicht abreissen lassen, finishte als Schweiz Bester im 9. Rang. Tobi verfolgte ihn in der nachfolgenden Gruppe und sicherte sich den 13. Platz.

McFadden (USA) dominierte das Frauenrennen und konnte nach vielen Versuchen Manuela Schär kurz vor Rennhälfte distanzieren. Sandra Graf sicherte sich einen guten, leider ein bisschen undankbaren, 4. Rang.

Was denke ich darüber? Natürlich konnte ich einige WM-Fahrer hinter mir lassen. Und auch war meine Leistung wohl um einiges grösser, als wenn du in einer Frontgruppe im Versteckten im Windschatten an die 30% der Kraft sparen kannst. Aber ich will MEHR. Die Gruppe länger halten können, noch flexibler auf die Tempowechsel reagieren können. Das ist auch gleich der Ansporn für die nächsten Trainings und Trainingswochen.

Resultate:
1. George (USA), 2. Weir (GB), 3. Soejima (JP) / 9. Frei (SUI), 13. Lötscher (SUI), 22. Villiger (SUI) – Hug mit Platten out. Women: 1. McFadden (USA), 2. Schär (SUI) / 4. Graf (SUI)

Die nächsten Vorbereitungen für die Leichtathleten: Bahn-Wettkämpfe der SwissSeries mit dem GP 30./31. Mai in Nottwil und der Rennserie in Arbon vom 4./6./7. Juni. Das wird spannend – bestimmt.

 

 

 


Paris Marathon

„Der Paris-Marathon bedeutete für uns drei Leichtathletik-Männer vom Para-Team den Startschuss in die Marathonsaison. Die Vorfreude, aber auch das Kribbeln war entsprechend gross, weil man nach einem langen Wintertraining nie so genau weiss wo man leistungsmässig steht. Die Antwort kann nur der Renneinsatz geben oder eben auch nicht!

Am Beispiel von Cornel Villiger zeigte sich nämlich auf ärgerliche Weise, dass man wegen eines platten Vorderreifens auch ohne Resultat und gewonnenem Selbstvertrauen die Heimreise antreten muss! Tobias Lötscher kam gerade aus einer intensiven Trainingsphase über die Ostertage und so fehlte vielleicht etwas die Frische um mit den allerbesten mithalten zu können. Sein Rang 6. ist zwar bemerkenswert, die Zeit allerdings wird in diesem Jahr noch deutlich nach unten sinken müssen, will er den Anschluss an die Weltspitze schaffen. Heinz Frei schliesslich, spürte noch etwas die Nachwehen der Grippe, was dazu führte, dass er die drei auf dem Podest etwa nach 12 Kilometern ziehen lassen musste. Der ungefährdete 4. Rang und die 28km Alleinfahrt zeigten aber am Schluss eine Zeit unter 1h 36‘ an, was eine beachtliche Leistung darstellte. Alle drei werden in der laufenden Saison beweisen wollen, dass noch viel mehr möglich sein wird!“

 

 


EHC Rosenau

Tobias, in Rosenau FR wurde die Saison 2015 lanciert. Was sagte Dir dieses Rennen über Deine Form aus?
Das Rennen war für mich mal eine erste Standortbestimmung. Nun weiss ich, dass ich im Winter gut gearbeitet habe und so weiter machen kann.

Das Wetter war leider alles andere als schön. Dauerregen, Wind und Kälte haben euch zugesetzt. Auf was musstes Du aufgrund des Wetters im Rennen besonders achten?
Ich probierte vor allem das Tempo hoch zu halten um nicht allzu fest kalt zu haben. Ansonsten habed ich mich so warm wie möglich eingepackt und mich nach dem Rennen im Truck wieder aufgewärmt.

Wie ernährst Du Dich an so einem Renntag?
Ich Frühstücke normal und esse dann meistens noch etwas Pasta (ohne Sauce) und einen Energy Drink ca 90min vor dem Start. Im Rennen habe ich auch ein Sportgetränk dabei und danach gibtss ein Recoveryshake zum Abschluss.

Tobias, vielen Dank für das Kurzinterview. Wir wünschen Dir eine unfallfreie und erfolgreiche Saison 2015.

 

 Resultate Para-Racing-Athleten:

WH 4
1. Rang Sandra Graf

MH 2
1. Rang Tobias Fankhauser
9. Rang Reto Wittwer

MH 3
8. Rang Luca Gilgen

Junioren 2.
Rang Fabian Recher


Wir gratulieren allen Athleten zu diesen tollen Resultaten

 


News Saison 2014

Team Event

Nach einer langen aber erfolgreichen Saison, fand am 25. Oktober bei der Fankhauser AG in Rohrbach der Sponsoren Event statt. Mit fast 70 Sponsoren, Supportern und Para-Team Friends durften wir einen tollen Saisonabschluss feiern.

Jenni Herren vom Schweizer Fernsehen moderierte durch den Abend. Wichtig waren die Ehrungen für unsere Hauptsponsoren ALFAG, BFS, Bigla und Lanz-Anliker. Mit der Uebergabe des Para-Team Awards durften wir diesen Firmen etwas zurückgeben.

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Berlin Marathon

Zum diesjährigen Berlin Marathon haben sich die Schweizer Athleten Cornel Villiger, Tobias Lötscher und Heinz Frei eingeschrieben. Jeder von Ihnen schrieb seine eigene Geschichte. Im Handbike waren drei Schweizerinnen am Start.

Cornel Villiger konnte im letzten Augenblick die Reise wegen Krankheit erst gar nicht antreten. Tobias Lötscher hingegen kämpfte grossartig und selbst ein Sturz bei Kilometer 8 und ein Plattfuss bei Kilometer 39 konnte seinen Podestplatz nicht gefährden – Rang 3! Da wäre bei optimalem Verlauf, bei diesen grossartigen Bedingungen (Sonne, 15 Grad, kaum Wind) gar noch mehr dringelegen.

Heinz Frei schliesslich plagte sich mit einer lästigen Basenentzündung herum. Dies hinderte ihn jedoch nicht daran, den «Schaden» in Grenzen zu halten und einen 2. Platz zu halten. Mit seinen 20 Siegen bei diesem Rennen ist Heinz Frei nach wie vor Rekordhalter über alle Kategorien bei diesem Marathon. <\p>

 


Die letzte Standortbestimmung vor der Paracycling-WM in Greenville, USA, war der Weltcup im spanischen Segovia.

Unser CH-Team war mit der mutmasslichen WM-Delegation dabei – es war also eine ideale Gelegenheit nochmals Aufschluss über den Formstand der einzelnen Athleten zu bekommen.

In der Klasse MH2 bewies dabei Tobias Fankhauser, dass er in guter Tuchfühlung im Kampf um Medaillen sein wird – realistischer Weise wird es um Bronze gehen, wenn nicht die Überflieger aus ITA und USA von Rennpech verfolgt sein sollen.

Um den dritten Platz kämpften aber auch in Segovia verschiedene Athleten, zu denen Tobias gehörte. Seine Ausbeute: 7. im Time Trial / 4. Im Road Race.

Sandra Graf braucht wohl noch etwas den „Kick“ der WM um über sich hinauswachsen zu können: Die beiden 4. Ränge sind gut und solide, aber ihr Hunger wird an einer WM hoffentlich noch etwas grösser sein… wir wünschen es Ihr!

Athos Libanore in der Klasse MH4 scheint nicht mehr ganz die Form des Frühjahrs zu besitzen. Mit einer guten Erholung und gezieltem, fokussiertem Training, wäre allerdings mehr möglich. Das muss sein Ziel bleiben in den nächsten Wochen, dann würde er eine Selektion auch absolut verdienen. Seine Resultate in Segovia: 22. im TT und Aufgabe im Strassenrennen.

Jean-Marc Berset scheint eine bewundernswerte Form zu besitzen, konnte diese aber aus verschiedenen Gründen nicht wunschgemäss nutzen: Der 7. Platz im Zeitfahren war unter wert und irgendwie nicht ganz zu erklären. Die Rehabilitation im Strassenrennen sollte daher umso mehr gelingen. Leider verhinderte ein Plattfuss zu Beginn der 2. von 5 Runden dieses Vorhaben. Der 17. Rang war so gesehen noch ganz akzeptabel.

Heinz Frei schliesslich sorgte mit seinem 3. Rang im Strassenrennen für den einzigen Podestplatz: Das schliessen einer grösseren Lücke zu den beiden Führenden zu Beginn der 4. Runde war beeindruckend – kein anderer schaffte den Aufsprung in die Spitzengruppe noch. In der Reihenfolge Podesta, ITA, Franek, FRA, und Frei, machten diese 3 Athleten schliesslich den Sieg unter sich aus und entschieden auch den Gesamtweltcup in dieser Saison 2014: 1. Vittorio Podesta, 2. Heinz Frei.

Das Zeitfahren beendete Frei auf dem 5. Platz „nur“ 20 Sekunden hinter dem Sieger William Lachenauer, USA. Da ist die Spitze also sehr dicht beieinander.

Noch gilt es nun einen ganzen Monat gute Trainingsarbeit zu leisten um in Greenville mit optimalen Voraussetzungen am Start stehen zu können – dann dürfen wir gewiss auch Hoffnungen auf Edelmetall schüren.

 


Schweizer Meisterschaften im Handbiken innerhalb
der Swiss-Cycling CH-Meisterschaften.

Das Para-Team war im Luzernischen Hinterland Roggliswil-Pfaffnau mit grossem Erfolg im Zeitfahren und Strassenrennen am Start. Parallel zu den Meistern Cancellara, Elmiger, Frank, Dillier, Küng und wie sie alle heissen, sorgten auch unsere Handbiker und Handbikerinnen für tolle Leistungen auf dem selektiven Kurs.

In der Disziplin Zeitfahren konnten sich Athos Libanore, Heinz Frei, Tobias Fankhauser und Sandra Graf allesamt die goldene Medaille umhängen lassen – in ihren jeweiligen Kategorien. Von den Genannten setzten sich alle auch im Strassenrennen, mit Ausnahme von Heinz Frei, durch. Heinz Frei musste sich dem bärenstarken Jean-Marc Berset im Schlusssprint beugen.

Weitere Medaillengewinner aus unserem Team waren: Luca Gilgen (Bronze Strasse), Reto Wittwer (Silber Strasse).

Der VC Pfaffnau/Roggliswil stellte einmal mehr unter Beweis, dass er viel Kompetenz mitbringt, um in dieser tollen Velogegend spannende und faire Meisterschaften durchzuführen! Ein grosse MERCI dem Veranstalter und Swiss Cycling für die Integration vom Para-Cycling in die nationalen Radmeisterschaften!

 


Tour Austria

Über Pfingsten wurde erstmals im Österreichischen Salzkammergut ein Mehretappenrennen für Handbiker ausgetragen – eine feine, zukunftsträchtige Idee und Formel für den Handbikesport!

Aus der Schweiz sind vor allem Mitglieder unseres Para-Teams angetreten und so machte es grossen Sinn und Freude, diese mit dem Para-Team-Lastwagen zu begleiten.

Der Erfolg und offensichtlich die Motivation waren herausragend, entsprechend toll die Stimmung im Team! Wir kehrten in allen Kategorien, wo wir Athleten am Start hatten, mit dem „Maillot Jaune“ – dem goldenen Leadertrikot – nach Hause zurück!

Tobias Fankhauser hatte trotz Schmerzen, aus den Folgen eines Sturzes, seine Gegner jederzeit im Griff – musste aber durchaus auf die Zähne beissen um letztendlich den Gesamtsieg nicht gefährdet zu sehen. In dieser Kategorie liess auch Reto Wittwer – unser Benjamin – mit grossem Kämpferherzen aufhorchen. Die Etappen waren zum Teil sehr anspruchsvoll und mit Steigungen gespickt, welche für ihn echte Herausforderungen darstellten.

Sandra Graf tastet sich immer mehr an ihre Leistungsgrenzen heran, feierte einen souveränen Sieg auf allen Etappen und wartet nun gespannt auf nächste Gegnerinnen, welche sie zu fordern vermögen. Sie wird aber dagegen halten können, weil sie besonders im technischen Fahrverhalten die gewünschten Fortschritte macht.

Eine Freude war es, dem Athos Libanore zuzusehen, wie seine Gegner weitgehend im Griff hatte! Das tut seinem Selbstvertrauen enorm gut und er wird sehr gestärkt aus dieser Tour herauskommen. Souveräner Gesamtsieg und das abschliessende Zeitfahren trotz grosser Müdigkeit von den vorangehenden 3 Tagen, mit Bravour gewonnen – das war eine Reifeprüfung!

Heinz Frei schliesslich, hatte vielleicht die grösste Herausforderung zu meistern, waren doch mit Matt Updike, USA, und Walter Ablinger, AUT, zwei ganz erfahrene Konkurrenten am Start. Ablinger gewann in London Gold und Silber, war bei der WM’13 Sieger im Strassenrennen und 3. im Zeitfahren – mit dem Heimvorteil kaum zu schlagen…! Das Rennen war aber spannend bis zum Schluss der letzten Etappe, indem Frei den Ablinger gegen die Uhr in Schach halten konnte und so in Österreich einen viel beachteten Gesamtsieg feiern konnte, den das ORF begleitet hat. Vor dieser letzten Prüfung war Ablinger noch in Führung gelegen.

Hervorragendes zum Wohle des Teams leistete unser Staff – Daniela Liechti (Massagen), Adrian Fahrni (Chauffeur, Mechaniker, Mann für ALLES)  und sein Sohn Jannis (Unterhaltungschef 9-Jährig), welche auch dem kleinsten Detail Beachtung schenken und uns Athleten damit sehr verwöhnen und auf Händen tragen – gewaltigen Dank!

tour-austria web

 


1. SWISS WHEELCHAIRCUP-MEETING IN ZOFINGEN vom 7.6.2014

(Bericht von Alexandra Helbling)

12 Rennrollstuhlathleten, davon 7 Frauen und 5 Männer, stehen am 7.6. in Zofingen um 10.00 Uhr bereit für das erste von vier Swiss Wheelchaircup-Meetings. Das Wetter ist gut, heiss, fast kein Wind, perfekte Bedingungen, wie man sie sich nur wünschen kann für einen Wettkampf. Für unser Para-Team werden Manuela Schär, Alexandra Helbling, Tobias Lötscher und Cornel Villiger am Start mit dabei sein. Sie fahren je ein 200 m
und 800 m Rennen.

Bei den Athletinnen brillierten die beiden Para-Frauen, Manuela Schär und Alexandra Helbling mit spannenden Rennen. Im 200 m fuhren sie mit gleicher Zeit über die Ziellinie und im 800 m gewann Manuela mit wenig Abstand das Rennen vor Alexandra. Für die Zuschauer ein unglaublich mitreissender Wettkampf.

Auch die Para-Männer zeigten ihr Können. Tobias fuhr einen grandiosen 200 m Sprint, wurde dann aber leider nach dem Punktesystem „nur“ Zweiter. Auch Cornel ist nach seinen schweren Operationen wieder da. Im 800 m fuhr er auf den zweiten Platz.

Ein interessanter, schöner 1. Wheelchaircup-Wettkampf bei besten Bedingungen.

1.wheelchaircup

 


Rennen in Knuttwil und Schenkon

(aus der Sicht von Heinz Frei)

In der Schweiz findet jährlich ein wichtiger und interessanter Vergleich der Handbiker und Rennrolli-Leichtathleten statt: In diesem Jahr der Rollstuhlmarathon in Schenkon mit Zeitfahren in Knuttwil und dem Strassenrennen rund um den Sempachersee. Nächstes Jahr ist dann wieder Oensingen an der Reihe, wo das Pendant im Solothurnischen, alle 2 Jahre über die Bühne geht.

Im Handbike hatten wir aus Schweizer Sicht und im Speziellen aus dem Para-Team ein paar heisse Eisen im Feuer! Sogar ein Sieg war zu feiern, indem Heinz Frei das Zeitfahren in Knutwil beinahe schon überlegen gewann, dies vor den Weltmeistern des letzten Jahres – Vittorio Podesta (Zeitfahren) und Walter Ablinger (Strasse). Frei liess tags darauf im Strassenrennen rund um den Sempachersee (3 Runden à 20,5km) einen 6. Platz folgen, als er im Sprint der Spitzengruppe in der Klasse MH3 den Sieg Jean-Marc Berset – einem weiteren Schweizer Spitzenathleten – überlassen musste.

Sandra Graf bestätigte mit zwei 2. Rängen ihre Konstanz bei den Frauen WH4, was ihr im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Saison sicher gute Perspektiven aufzeigt.

Tobias Fankhauser, der Silbermedaillengewinner von den Paralympics London, lieferte sich insbesondere im Strasserennen mit seinem Dauerrivalen Marc Rohan, IRL, ein weiteres hartes Duell um den Sieg – diesmal mit dem besseren Ende für den Irländer.

Athos Libanore – unser Tessiner Team-Mitglied – knüpfte mit einer sehr soliden Leistung in der ersten Verfolgergruppe nahtlos an die Leistungen zu Beginn der Saison an. Er scheint mit dem 9. Platz in der erweiterten Weltspitze angekommen zu sein.

Zufrieden dürfen auch die Athleten Luca Gilgen und Reto Wittwer sein, welche respektable Ränge heraus fahren konnten und vor allem mit sehr guten Leistungen zu gefallen wussten. Ihre Zeit wird noch kommen…!

Der Jüngste im Team – Fabian Recher – konnte in der Juniorenkategorie der Handbiker, ebenso wie Frei, einen Sieg feiern – eine bessere Motivation für den weiteren Aufstieg gibt’s gar nicht!

Bravo und macht weiter so!

schenkon web

Auch das muss sein: Rennanalyse!

 


Rollstuhlmarathon Schenkon

(aus der Sicht von Cornel Villiger)

Schenkon’14 steht für den 15. Internationalen Rollstuhlmarathon, das Strassenrennen von UCI Para-Cycling sowie eine Etappe der Swiss Skate Tour. Voller Betrieb rund um den Sempachersee.

Was hiess es für mich?
Nach Rekonvaleszenz infolge medizinischen Eingriffs vor noch keinen zwei Monaten hatte ich auf die Top-Races der SwissSeries 2014 noch zu verzichten. Nun juckte es zu fest. Top-motiviert am Start zum Halbmarathon in Schenkon, anstelle des früher geplanten Marathons.

Und die Post ging erwartungsgemäss sofort ab. Mit dem Spitzentrio kam ich nach wenigen 100m vom Rest des Feldes weg, die Pace hoch – sehr hoch für mich aber in der Ebene hielt ich den Anschluss. Zu hoch in den Steigungen. Ich musste in Eich das nun Spitzenduo ziehen lassen. Mit einer guten Pace, etlichen Positionskämpfen und ordentlich Führungsarbeit finishte ich im 4. Schlussrang. Für mich – und speziell im Wissen um die kurze Vergangenheit – ein guter Weg zurück auf die Wettkampfbühne. Die Ziele sind klar. Auf geht's, Step-by-Step und "still on the move!"

Kurzblick Marathon, Rennstuhl:
Männer: Der Dominator Marcel Hug hielt die Pace stehts hoch und setzte sich nach knapp einer Runde mit dem Japaner Kubo ab und siegte souverän. Tobi Lötscher konnte ein gutes Race vor Heimpublikum zeigen, behauptete sich gut in der Verfolgergruppe und musste sich im Zielsprint nur vom Russen Bychenok geschlagen geben – guter 4. Rang.

Frauen: Manuela Schär zeigte im leider sehr kleinen Feld einen souveränden Start-Ziel-Sieg in sehr guten 1:43‘.



Rennrollstuhl
 Halbmarathon Männer:

1. Smyth (CAN)
 2. Goncharov (RUS)
 3. Aldaheri (UAE)
 4. Villiger (SUI)



Marathon Männer:

1. Hug (SUI)
 2. Kubo (JAP)
 3. Bychenok (RUS)
 4. Lötscher (SUI)

  Marathon

Frauen:

1. Schär (SUI)

 


IPC Grand Prix Grosseto/Toscana vom 31.5.-1.6.2014

(Bericht aus der Sicht von Alexandra Helbling)

Eine Schweizer Delegation bestehend aus 2 Staffs, einem Dolmetscher/Chauffeur und 7 Athleten, begeben sich am 30.5. auf die Reise Richtung Süden, nach Grosseto in der Toscana. Am Start für das Parateam Tobias Lötscher und ich. Wir hoffen, für unser „Para-Team“ gute Resultate heimzubringen. Wir freuen uns dem Schweizer Wetter zu entrinnen und hoffen, in Grosseto sommerliche Wärme anzutreffen. Ich fahre mit meiner Ma und Lisa Schultis mit ihren Eltern bereits am 29.5., morgens um 2.30 Uhr ab und treffen uns um 3.30 Uhr auf dem Gotthard. Es ist bitterkalt dort oben. Um ca. 10.00 Uhr sind wir in Grosseto, bei schönstem, warmem Wetter. Wir haben jetzt vor den Wettkämpfen noch 2 freie Tage, die wir am Strand von Marina di Grosseto geniessen wollen.

31.5.2014:
Beginn der Wettkämpfe. Die italienische Organisation ist etwas im Rückstand und wir hoffen alle, dass wenigstens die Wettkämpfe gut ablaufen werden. Wir sind ein bisschen skeptisch. Es war fast noch schlimmer als wir das befürchtet haben. Sei es nun so, es war trotzdem schön. Erster Wettkampf am Samstagmorgen. 100 m, am Nachmittag dann noch 400 m und 1500 m. Wir Schweizer Athleten fuhren alle sehr gute Resultate und trotz einigen organisatorischen Mängeln konnten wir die Rennen unfallfrei durchführen.

1.6.2014:
Um 8.00 Uhr stehen wir alle bereits wieder im Stadion um die letzten 3 Rennen 200, 800, und 5000 m in Angriff zu nehmen. Es ist noch frisch, aber schönes Wetter. Wir machen uns bereit und auch diese Rennen schliessen wir mit Bravour ab, wir können stolz auf uns sein.

Kurz vor dem 200 m Start kam eine italienische Delegation auf das Schweizer Team zu, Dopingkontrolle. Bojan und ich antreten. Wir konnten dann den Test glücklicherweise auf nach dem Rennen verschieben, weshalb wir von drei Aufsichtsfrauen dauernd begleitet wurden. Natürlich nicht auf der Bahn, aber fast. Etwa eine Stunde später waren die Rennrollstühle im Auto verstaut Gepäck im Kofferraum, wir traten die Heimreise an.

Ich blieb mit meiner Ma noch einen Tag länger, um noch einmal das Meer und die Wärme zu geniessen und vor allem um dem grossen Rückreiseverkehr zu entkommen.

Die Toscana ist eine Reise wert!!!

grosseto

 


IPC Athletics Grand Prix vom 16.-18.5.2014 in Nottwil

(aus der Sicht von Alexandra Helbling)

16.5.2014
Die Bise geht, es ist kalt. Wir machen uns bereit: einfahren, Bahn einstellen, in einer Stunde ist der erste Start, 200 m. Mir geht es gut, ich freue mich. Meine Startzeit ist erst um 17.45 Uhr, Bahn 6 ist eingestellt. Ich gehe zurück in den Hangar und was sehe ich um die Ecke kurven? Ein weisses, grosses Etwas mit einem lachenden Adrian hinter dem Steuer. Ich freue mich riesig. Um 17.25 Uhr mache ich mich auf um in den Callroom zu fahren. Punkt 17.45 Uhr ist der 200 m-Start. Mir läuft es sehr gut und ich gewinne diese Serie mit neuer PB. Ich bin in meiner Kategorie T54 hinter einer Amerikanerin die Zweitschnellste und gewinne das erste Mal an der Elite-SM eine Goldmedaille. Gutes Gefühl. So begann aus meiner Sicht der Grand Prix von Nottwil.

17. und 18.5.2014
Zum Glück hat sich heute die Bise etwas gelegt, es ist wärmer geworden. An diesen beiden Tagen folgen viele interessante, spannende Rennen. Die Schweizer haben sich hervorragend gegen die starken Ausländer geschlagen. Es waren wundervolle 3 Tage und viele Athleten machen sich zufrieden, aber müde auf den Heimweg. Ich freue mich jetzt auf das Daniela-Jutzeler-Memorial-Meeting am Mittwoch, 21.5.2014 und wir hoffen alle weiterhin auf gute, unfallfreie Rennen.

sm-nottwil

 


Rennen in Verolanuova und Castiglione

Einen ersten grösseren Auslandeinsatz mit Para-Team und Lastwagen stellten die beiden Rennwochenenden von Anfang Mai in Italien dar. Die Handbiker unseres Teams profitierten vom grossartigen Angebot und der universellen Arbeit von Adrian und Staff, indem den Athleten jederzeit rund ums Training und die Wettkämpfe schier alle Wünsche erfüllt werden konnten. Die LKW-Infrastruktur hat sich dabei bestens bewährt – auch waren neidische, vor allem anerkennende Blicke von der Konkurrenz zu vernehmen, weil wir jeweils sehr prominente Standorte zur Verfügung hatten.

Die Athleten dankten den vorzüglichen Gegebenheiten mit tollen Resultaten: 
In Verolanuova (einem UCI – C1 Rennen) fuhr speziell Athos Libanore in seiner Kategorie MH4 hervorragende Zeiten und Ränge, welche bei ihm das Potenzial zum absoluten Spitzenmann erkennen liess. Sein Wintertraining hat sich so bereits bestätigt, dass er einen Sprung nach vorne tun konnte. 

Sandra Graf lieferte gewohnt ausgeglichene und spitzenmässige Rangierungen auf dem Podest ab – die Hochform soll dann aber im August zur Weltmeisterschaft in den USA zur Verfügung sein. Es sieht vielversprechend aus, wenn sie ganz gesund in die Wettkämpfe steigen kann. 

Tobias Fankhauser war zwar erst in Castiglione (Weltcup und damit eine wichtige Standortbestimmung) mit dabei, hat aber deutlich aufgezeigt, dass er weitere Fortschritte macht und den Mitfavoriten tüchtig einheizen kann. In dieser Kategorie drängen zurzeit sehr gute Athleten zum Teil aus anderen Sportarten nach, so dass die Konkurrenz an der Spitze deutlich zugenommen hat. Tobias behauptet sich darin und das gibt doch Hoffnung, dass er bei nächsten Grossanlässen zu den Medaillenrängen vorstossen kann.

Heinz Frei – der Teamsenior – verschafft sich mit seinen konstanten Leistungen auch mit 56 Jahren immer noch viel Respekt bei der Konkurrenz. In Verolanuova zweimal Zweiter, gewann er dort die Gesamtwertung und beim Weltcup in Castiglione überzeugte er mit einem 3. Rang im Zeitfahren und einem 6. Platz beim Strassenrennen, wo er im Zielsprint mit der Spitze das Ziel erreichte. Das führte punktemässig dazu, dass er das aktuelle UCI-Ranking von der Spitzenposition aus grüsst – Weltcupleader!

Mit Reto Wittwer ist auch einer unserer ganz Jungen mit auf die Reise gekommen! Vieles war noch neu und beeindruckend für ihn, aber in seinem feinen Optimismus war von Nervosität nicht viel zu spüren und er packte seine Aufgabe flott und professionell an. Der Kopf, Enthusiasmus, Freude und Einsatz lassen nichts zu wünschen übrig - die Resultate werden sich mit der Entwicklung seiner Person einstellen. So gesehen bestehen die ersten Jahre darin, Erfahrung zu sammeln, Lehrgeld zu bezahlen und nie die Freude an der Sache zu verlieren.

castiglione

 


U19-Sieg in Rosenau!

Mit Spannung reiste ich am Ostersonntag von Spiez nach Rosenau im Elsass. Eigentlich wäre ich ja im Trainingslager gewesen. Aber eine Entzündung im Fuss zwang mich zur Ruhe. Das heisst, ich war 3 Tage im Spital mit Antibiotika-Infusion. Am Karfreitag durfte ich nach Hause.

Mit Absprache der Eltern und Trainer wagte ich es an den Wettkampf. Adi vom Para-Team erwartete uns schon. Es war mein erstes Rennen in diesem Jahr. Das Fahrerfeld bestand aus Österreicher, Franzosen und Italienern. Vor dem Start war ich ziemlich nervös. Nach 3 Tagen im Bett, mit Antibiotika im Körper, fühlte ich mich etwas müde. Aber ich fühlte mich auch angriffsfreudig.

Der Startschuss fiel, und ich fuhr davon. Es lief mir gut. Schnell konnte ich an der Führungsarbeit mithelfen. Nach drei Viertel des Rennens trennte ich mich von der Spitze und zog davon. Ca. 400m vor dem Ziel entdeckte ich den Italiener im Rückspiegel. Nun hiess es: Durchbeissen…

Die Erlösung: Ich kam knapp vor ihm ins Ziel. So gewann ich mein erstes U19 Rennen!

fabian recher rosenau

Bild: Fabian Recher fährt dem Sieg entgegen!



Paris Marathon mit Schweizer Hymne unter dem Triumpfbogen!

Zum Saisonauftakt der Rennrollstuhl-Leichtathleten an den diesjährigen Städtemarathons fand sich aus dem Para-Team unser Senior Heinz Frei an der Startlinie ein. Die eindrückliche, kulturell einmalige Strecke in Paris führt zweimal quasi mitten durch die Weltstadt am Seine-Ufer entlang.

Start auf den Champs Elysée – Ziel beim Arc de Triomphe! Heinz konnte zu Beginn gut mit den Weltbesten der Szene mithalten und gegen Ende sogar mit beherzten Angriffen einige Favoriten in Staunen versetzen – mit 56 Jahren ein grosses Ausrufezeichen!

Bezwungen wurde er zwar vom Weltmeister des letzten Jahres und Kronfavoriten Marcel Hug, SUI. Er konnte aber auf den letzten Kilometern sämtliche anderen zum Teil hochdekorierten Athleten abhängen und solo als Zweiter über die Ziellinie sprinten. Namentlich bezwang er den Zweiten der WM, Thomas Hamerlak, POL und den Dritten, den Japaner Kota.

Mit diesem Schweizer Doppelsieg tönte die Hymne unter dem sonnigen Himmel von Paris gerade noch ein Stück schöner!

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Bild: Heinz Frei während eines Trainings im Velodrome Suisse (Grenchen)