News Saison 2016

Interview mit Fabian Recher und Reto Wittwer

Ende Mai war das Para Racing Team mit den Jungstars Fabian Recher und Reto Wittwer an der Austria Tour unterwegs und hat sich mit ihnen unterhalten.

Fabian, Du warst zum zweiten Mal an der Oberösterreich-Tour, mit 5 Etappen. Du hast fünf tolle Rennen hingelegt. Wie hast Du die 5 Tage erlebt?
Fabian: Ich konnte viele Erfahrungen sammeln und mich zum Vorjahr stark steigern.
Du hast im letzten August die Sportlerlehre bei der Swisscom begonnen. Wie war die Umstellung von Schule zu Lehre? Und welche Vorteile hast Du gegenüber einer normalen Ausbildung?
Fabian: Durch das Sportler-KV kann ich mein Training freier planen und bekomme wie z.B. der Österreich Tour an den betreffenden Tagen frei. Die Umstellung von der Schule zur Lehre ist besonders, da man nun selbständiger sein muss.
Was hast Du mittel-und langfristig für sportliche Ziele?
Fabian: Diese Saison steht die Schweizermeisterschaft noch an. Der weitere Weg ist noch lange und evtl. Führt er an einer Paralympics vorbei.
Wie gefallen Dir die neuen Kleider unseres Ausrüster Giordana?
Fabian: Das Design gefällt mir sehr gut und zum Tragen sind sie komfortabel.

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Reto, Du hast die LAP seit letztem Sommer hinter Dir kannst Dich nun nebst einem reduzierten Arbeitspensum auf den Sport konzentrieren. Wie ist Deine Saison bis jetzt gelaufen?
Reto: Ich bin bis jetzt eigentlich zufrieden. Die Fortschritte durch das erhöhte Trainingspensum machen sich bemerkbar und ich denke der Fahrplan für die WM 2017 stimmt
An der Oberösterreich Tour durftest Du Dich in ein Leadertricot einkleiden lassen. Was ist das für ein Gefühl? Beflügelt das oder gibt das eher Druck?
Reto: Es motivierte mich sehr. Ich hatte in dieser Woche eine sehr gute Form und konnte auch dank der zusätzlichen Motivation durch das Trikot im Zeitfahren einen neuen persönlichen Bestwert erzielen. Auch wenn gegen Altmeister Schattauer nichts zu machen war, hielt sich der Niveauunterschied in Grenzen.
Wieviel Trainingsaufwand betreibst Du? Ist es einfach „nur“ handbiken oder machst Du noch andere Trainingsformen?
Reto: Ich trainiere zwischen 12-15h in der Woche. Dazu gehört auch 2mal wöchentlich ein Krafttraining. Zusätzlich gehe ich einmal pro Woche in die Physio wo ich an meiner Beweglichkeit arbeite.
Was sind Deine mittelfristige – und langfristige Ziele?
Reto: Mittelfristig: Der Sprung ins Nationalkader, Die Weltmeisterschaften 2017 / 2018 Langfristig: Paralympics 2020 / 2024
Du bist in der dritten Saison im Para Racing Team. Der MAN Team Truck begleitete Dich und Fabian unter anderem an das Mehretappenrennen in Österreich. Ist so eine Infrastruktur die Zukunft des Handbike Sports?
Reto: Ja ich denke vor allem an mehrtägigen Events ist es eine sehr gute Sache Letzte Frage….. wie gefallen Dir die neuen Helme von unserem Ausrüster Giro? Reto: Ich bin bis jetzt mit den Produkten von Giro sehr zufrieden, und sie gefallen optisch auch sehr gut.

Bilder von der Oberösterreich Tour 2016 finden Sie in der Galerie.

 


 

Bericht aus Verolanuova (It)

Bericht von Reto Wittwer

Dieses Wochenende habe ich 2 Rennen in Verolanuova (IT) bestritten. Leider begann es schon mit schlechter Vorbereitung am Mittwoch und Donnerstag, als mich eine Erkältung erwischte. Diese sollte mich das ganze Wochenende über noch ein wenig begleiten. Am Samstag beim Zeitfahren war ich zwar ein paar Sekunden schneller als letztes Jahr, aber ich fuhr weit unter meiner momentan normalen Leistungsgrenze. Mit diesem Resultat konnte ich noch ungefähr zufrieden sein.

Beim Strassenrennen spürte ich auch von Beginn weg, dass ich noch nicht zu 100% leistungsfähig war. Nach der ersten Runde begann auch noch die rechte Schulter zu schmerzen und so endschied ich mich nach 2 Runden aufzugeben. Insgesamt also ein Wochenende zum abhaken. Die nächste Chance folgt schon in einer Woche in Brescia (IT) – da wird alles besser.

Weitere Para-Team Athleten:

Luca Gilgen
6. Platz im Strassenrennen
9. Platz im Zeitfahren

Athos Libanore
5. Platz im Zeitfahren
6. Platz im Strassenrennen.

 Verolanuova

 Reto Wittwer (links)

 Verolanuova

 Luca Gilgen am Start

 


 

Paris Marathon

Bericht von Heinz Frei

Paris zeigte sich glücklicherweise in einem lebensfrohen, frühlingshaftem Kleid mit vielen Menschen auf den Strassen – ohne allgegenwärtige Terrorängste, welche unterschwellig vielleicht doch gelegentlich im Kopf sind!

So stand einem tollen sportlichen Anlass auf den Strassen von Paris nichts im Wege, zumal sich die Wetterverhältnisse recht optimal präsentierten.

Es war bei den Rennrollis eine gute Handvoll Athleten angemeldet, welche allesamt für einen Sieg infrage kamen – allen vor allem die Einheimischen Julien Casoli oder Denis Leumenier, aber auch der aufkommende Engländer Simon Lawson. Aussenseiterchancen hatten durchaus auch der Spanier Raffa Botello und vielleicht sogar „unser Para Team-Athlet“ Heinz Frei, welcher aber wegen einer Schulterverletzung (erlitten im Langlaufschlitten am Vasa-Loppet vor 4 Wochen) noch etwas unsicher war über seinen Formstand. Auf den ersten Kilometern bildete sich eine Spitzengruppe aus 8 Fahrern, welche ein flottes Tempo anschlugen. Einige beteiligten sich generös in der Führungsarbeit, andere hielten sich vornehm zurück, indem sie sich überhaupt nie vorne im Wind zeigten…! Die Gruppe wurde im weiteren Verlauf auf 6 Mann reduziert – Heinz Frei immer noch dabei. Etwa ab Km 30 wurden erste Attacken gefahren um eine Vorentscheidung und weitere Dezimierung herbei zu führen. Zuvorderst und überraschend immer wieder Heinz, der sich die Kräfte gut eingeteilt zu haben schien und dem Rennen neue Impulse verlieh. Die letzten Kilometer waren mit ein paar giftigen Anstiegen und Kurven nochmals sehr anspruchsvoll und hier gelang Heinz ein entscheidender Vorstoss, dem nur noch Raffa Botello folgen konnte. Gerade er, der sich nie an harter Führungsarbeit beteiligte, musste im Sprint fast logischerweise die Nase vorne haben…! Ein heisser Sprint in Richtung „Arc de Triomphe“ besiegelte den Triumpf des Spanier und verhinderte den 113 Marathonsieg in der Karriere von Heinz. Von einer Niederlage zu sprechen würde die Leistung von Heinz nicht würdigen. Die Zeit von 1:32 Minuten war hervorragend und  ein 2. Rang durchaus bemerkenswert.

HERZLICHE GRATULATION.
 

 parisMarathon

 Heinz Frei auf dem Podium (Fahrer links)